Steak grillen · Tomahawk

Tomahawk Steak grillen

Das Tomahawk Steak ist ein echtes Showstück. Durch den dicken Schnitt braucht es Kontrolle, Geduld und am besten ein Thermometer.

🥩 dick geschnitten🔥 direkt + indirekt🌡️ 54–56 °C medium rare⏱️ 45–75 Minuten

Warum Tomahawk anders gegrillt wird

Ein Tomahawk Steak ist deutlich dicker als viele klassische Steaks. Deshalb reicht kurzes direktes Grillen nicht aus. Du brauchst eine indirekte Zone, damit das Fleisch gleichmäßig garen kann, ohne außen zu verbrennen.

Tomahawk Steak mit langem Knochen auf dem heißen Grillrost
Dicke Steaks wie Tomahawk gelingen besonders gut mit direkter Hitze zum Angrillen und indirekter Hitze zum Fertiggaren.

Zwei sinnvolle Methoden

Klassisch

Erst direkt angrillen, dann indirekt auf Kerntemperatur ziehen. Funktioniert gut, wenn du die Hitze sicher kontrollierst.

Reverse Sear

Erst indirekt vorgaren, dann kurz sehr heiß angrillen. Besonders empfehlenswert bei dicken Steaks.

Tomahawk Kerntemperatur

GarstufeKerntemperaturEmpfehlung
Rare48–52 °Cnur für Fans sehr roter Steaks
Medium rare54–56 °Cideal für saftiges Tomahawk
Medium58–60 °Cetwas fester, noch rosa
Wichtig: Miss die Temperatur nicht direkt am Knochen. Dort kann der Wert verfälscht sein.

Beim Tomahawk entscheidet die Dicke, nicht das Gewicht

Ein schweres Tomahawk braucht nicht automatisch doppelt so lange wie ein kleineres. Für die Garzeit ist vor allem entscheidend, wie dick der Fleischkern ist und mit welcher Temperatur die indirekte Zone läuft. Zwei ähnlich dicke Steaks können deshalb trotz unterschiedlicher Knochenlänge fast gleich schnell am Ziel sein. Eine feste Minutenangabe taugt hier nur zur Planung, nicht als Garpunkt.

So misst du bei einem dicken Steak richtig

Setze den Fühler seitlich in den dicksten Fleischbereich und schiebe die Spitze möglichst in die Mitte. Abstand zu Knochen und großen Fettadern macht die Messung verlässlicher. Kontrolliere gegen Ende an einer zweiten Stelle, besonders wenn das Steak ungleichmäßig geschnitten ist. Bei Reverse Sear nehme ich das Tomahawk einige Grad vor dem gewünschten Endwert aus der indirekten Zone, weil das sehr heiße Finish die Kerntemperatur noch anhebt.

Flammen bringen keine bessere Kruste

Bei einem stark marmorierten Tomahawk kann Fett in die Glut oder auf die Brennerabdeckung tropfen. Kurze Flammen sind kein Drama, dauerhafter Fettbrand macht die Oberfläche aber schnell bitter und schwarz. Dann das Steak kurz in die indirekte Zone schieben und erst weiter angrillen, wenn die Flammen abgeklungen sind. Für eine kräftige Kruste brauchst du vor allem eine trockene Oberfläche und sehr hohe, kontrollierte Hitze.